Wildkräuter Sammelspass mit Kinder
Der Winter neigt sich dem Ende zu und die ersten Frühlingsboten sprießen aus dem Waldboden. Welch ein idealer Zeitpunkt, um wieder in die Wälder zu spazieren, über Baumstämme zu balancieren und das neu aufkommende Leben zu bestaunen. Unendlich viele Bärlauchblätter bedecken den Waldboden, dazwischen lila Blümchen und gefleckte Blätter.

Doch wie gelingt es, dass keine giftigen Pflanzenteile ins Körbchen kommen? Wir holen für euch unsere Lieblings-Frühlingsboten vor den Vorhang und starten mit einem besonders einfallsreichen Blümchen.
Das gefleckte Lungenkraut- Pulmonaria officinalis
Das Lungenkraut mit seinen drei verschiedenen Blütenfarben, seinen langen Stängeln und den gefleckten Blättern ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch besonders leicht zu erkennen.

Die kleinen Blüten schmecken nicht nur süß, sondern sind gemeinsam mit den typisch gefleckten Blättern auch wahre Heilkräuter. Unser selbstgemachtes Lungenkraut-Oxymel ist ein treuer Begleiter für die kalte Jahreszeit. Wie der Name schon verrät, hilft dieses Kräutlein bei Erkältungen und anderen Beschwerden rund um die Lunge. Dieses Pflänzchen zeigt sich jedoch nicht jedem; seine versteckten Plätze muss dir das Leben erst preisgeben. 😉
Das Duftveilchen- Viola odorata
Das Duftveilchen ist da nicht ganz so scheu und zeigt sich gerne in großen Mengen. Seine lilafarbenen Blüten duften atemberaubend und verzaubern so manches Kräuterbrot. Die Blüten eignen sich wunderbar zum Naschen im Wald und landen regelmäßig in unserem Körbchen.

Hier verwenden wir nur die Blüten des weißen oder violetten Duftveilchens. Die violetten Blüten duften dabei noch intensiver und verleihen so manchem Veilchensirup eine besonders schöne Farbe. Kandierte Veilchenblüten soll ja schon unsere Kaiserin Sissi gegessen haben. Wer es etwas gesünder mag, macht sich einfach einen Veilchentee.
Der Bärlauch- Allium ursinum
Für alle, die ihn kennen und lieben, ist es ein berühmtes Pflänzchen, das kaum zu verwechseln ist. Seine typischen Knospen und sternförmigen Blüten überdecken im Frühling große Teile unserer heimischen Laubwälder. Doch wie ist es mit denen, die sich noch unsicher sind und lieber zum Bärlauch aus dem Kühlregal greifen?

Erkennungshinweise für euch:
- Die Blätter riechen immer nach Knoblauch – einfach ein Blatt zwischen den Fingern reiben.
- Die Blätter wachsen einzeln aus dem Boden, dabei haben sie Gesellschaft von vielen anderen Bärlauchblättern.
- Die Bärlauchkospen verstecken sich nahe am Boden und sind Einzelgänger
- Bärlauchblüten sind wie weiße Sterne, die den Waldboden in einen Himmel verwandeln.
Das Maiglöckchen- Convallaria majalis
Dieses Pflänzchen ist der Grund, warum viele beim Thema Bärlauchpflücken ängstlich sind. Doch warum eigentlich? Wahrscheinlich, weil wir jedes Jahr aufs Neue daran erinnert werden, vorsichtig zu sein und dass nur von Fachkundigen sammelt werden soll. Zum Teil stimmt das auch – denn dieses Pflänzchen sollte wirklich nicht im Kindermagen landen!

Erkennungshinweise für euch:
- Blätter wachsen paarweise aus dem Boden
- Blätter sind fester als die vom Bärlauch- stehen in Vase aufrecht
- Blätter riechen nicht nach Knoblauch
- Blüten sind weiße hängende Glöckchen
Ich wünsche euch viel Freude beim Staunen und Sammeln. Herzliche Grüße, Katrín
Neugierig geworden? Dann sei beim nächsten Wildkräuter-Familienabenteuer mit dabei! Melde dich schon jetzt bei mir und gehöre zu den Ersten, die den neuen Termin erfahren – ich freuen uns auf dich und deine Familie!
